zeitblom![]() Lebt in Berlin. Elektronik-Musiker, Elektroakustischer Komponist, Produzent, Sounddesigner, realisiert mediale Installationen, Hörspiel-Theatermusiken und tritt in unterschiedlichen Konstellationen als Live-Musiker auf. Hintergrund für zeitbloms kompositorische Projekte sind häufig beobachtete oder in der Kunst / Wissenschaft entdeckte strukturelle Phänomene. Biologische Phänomene wie der „Schwarm“ oder biomorphe Formen des visionären Architekten Friedrich Kiesler. Die Analyse dieser Strukturen führt zu Ansätzen für musikalische Form und Klanglichkeit in einem ganzheitlichen Sinne. Spezifisch ist eine langgezogene Prozessualität, die ein kontemplatives Eintauchen und Versenken in die Klangmaterie oder „Klanglandschaft“ ermöglicht und fordert. Beim Sensorischen Deprivations-Tank bioadapter oder dem lounge environment biomorph schafft zeitblom mit seinen Installationen einen kleinen „Kosmos“, eine Art geschlossenes System, das eine besondere Wahrnehmung ermöglicht. Neben den Installationen und prozessualen Lap-Top-Konzerten ist zeitblom an vielen Theaterproduktionen und Hörspielen beteiligt. Die Verbindung mit filmischen und luminösen Elementen, ob im Theater und in Installationen oder nur in der Vorstellung wie beim Hörspiel, ist ein zentraler Aspekt fast aller Arbeiten. Hier spiegelt sich das Interesse zeitbloms für zeitgenössische Bildende Kunst, Architektur, Lichtkunst wider. Zeitbloms Systemkonzeptionen integrieren die verschiedenen medialen Ebenen zu einem gesamtkünstlerischen Eindruck, der oft durch ein interaktives Moment initiiert wird. Dahinter steckt meist eine komplexe Software. Für die Umsetzung dieser Sinne verbindenden Projekte sucht sich zeitblom ein Team von Spezialisten zusammen: Architekten, Lichtgestalter, Software-Programmierer. Der studierte E-Bassist sucht explizit die Auseinandersetzung mit anderen Musikern. Mit seiner Avant Rock Band Sovetskoe Foto spielte er von 1984 – 1993 zusammen, es folgten zahlreiche kürzere musikalische Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten der New Yorker Szene wie John Zorn und Arto Lindsay. Diesen Herbst gründete er mit den beiden Musikern der „Einstürzenden Neubauten“ Alexander Hacke und Rudi Moser die experimentelle Rockband the no ensemble. Installationen/Lounges: Sensorisches Deprivations-Tank Projekt Bioadapter beim PhonoTAKTIK Festival Wien, Berlin Beta Medienkongress, ZKM Karlsruhe, Musikprotokoll Steirischer Herbst Graz und Neues Kunstmuseum Luzern. Gründung der Gruppe 91v.2.0, a sophisticated soiree Projekt bei der ars electronica Linz, beim Musikprotokoll Steirischer Herbst Graz, MaerzMusik Berlin und der Intermedium ZKM Karlsruhe (intermedium2 Preis 2002). Derzeit: Arbeit an der Installations-Trilogie: bioplex – biomorph – bioscope (2001 – 2005). biomorph – Uraufführung schauspielfrankfurt Bockenheimer Depot – November 2003; bioscope – voraussichtlich Uraufführung Inventionen Juni/Juli 2004. Theater und Hörspiel (Auswahl): Komposition der Musik-Theater-Skulptur Les Sortileges von Christian Marclay im Marstall Theater München 1996. Hörspiel Projekte mit Kalle Laar u.a. Das Warheads-Oratorium, Metropolis, Amokkopf und M – eine Stadt sucht einen Mörder. (Deutscher Hörspielpreis 2001 für Metropolis von Lang/Harbou und Silver Medal bei den New York Festvals 2001.) Bands: Gründung der Avant Rock Band Sovetskoe Foto (1984 – 1993). Zusammenarbeit mit Fred Frith, John Zorn, Arto Lindsay, Zeena Parkins, Pyrolator, Jim „Foetus’“ Thirlwell und Bern Nix. Mitglied des Improvisations-Ensembles ThoThmann Anlagen (1994-1996). Elektronik Duo „Golden Tone“ mit Christian Fennesz (CD „Micro Data“ UCMG 2000, The No Ensemble mit Alexander Hacke und Rudi Moser (seit Oktober 2003). |
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